
Interoperabilität in der IT: Von Datensilos zu vernetzten Systemen
Endpoint-Daten sind da. Sie werden erhoben, gespeichert, ausgewertet. Nur landen sie selten dort, wo sie gebraucht werden – nämlich in den Tools, mit denen IT-Teams täglich arbeiten. Die Folge sind Datensilos, die sich eigentlich vermeiden lassen.
Interoperabilität in der IT – Kurz & knapp
- Fehlende Interoperabilität zwischen IT-Systemen – UEM, ITSM, CMDB, ERP – kostet täglich Zeit, erhöht Fehlerquoten und verlangsamt Entscheidungen.
- Offene Schnittstellen sind keine technische Kür. Sie sind strategische Voraussetzung für eine funktionsfähige IT-Infrastruktur.
- Wo Systeme nicht miteinander sprechen, entstehen manuelle Prozesse, veraltete Datenstände und vermeidbare Lücken in Compliance und Security.
- baramundi Proactive Connect stellt Telemetriedaten und DEX-Metriken aus baramundi Proactive Hub per API bereit. Das ist ein konkreter Baustein für eine interoperable baramundi-Infrastruktur
Das eigentliche Problem heißt Interoperabilität
Ticketsysteme, Monitoring-Plattformen, ITSM-Tools, SIEM-Lösungen, UEM-Systeme. In den meisten Unternehmen sind sie unterschiedliche Produkte von unterschiedlichen Herstellern. Jedes davon funktioniert für sich. Zusammen funktionieren sie oft nicht so, wie IT-Teams es bräuchten.
Das Ergebnis: Daten werden exportiert, kopiert, eingefügt. Informationen sind veraltet, bevor sie ankommen. Die eigentliche Arbeit (Probleme lösen, Prozesse steuern) bleibt auf der Strecke, weil IT-Teams als manuelles Bindeglied zwischen Systemen fungieren. Der Begriff dafür ist Interoperabilität. Wer sie hat, arbeitet effizienter. Wer sie nicht hat, zahlt in Form von Aufwand, Fehlern und trägen Reaktionszeiten dafür
Interoperabilität einfach erklärt
Interoperabilität bezeichnet die Fähigkeit unterschiedlicher IT-Systeme, Daten und Funktionen ohne manuelle Zwischenschritte auszutauschen. In der Unternehmens-IT betrifft das vor allem das Zusammenspiel von UEM, ITSM, CMDB und ERP-Systemen.
Technisch wird Interoperabilität meist über offene Schnittstellen hergestellt, die Systeme miteinander verbinden, ohne sie voneinander abhängig zu machen. Fehlt diese IT-Systemintegration, entstehen Datensilos: isolierte Datenbestände, die nur mit manuellem Aufwand zusammengeführt werden können
Warum Interoperabilität heute strategisch wichtig ist
Interoperabilität war lange ein Thema für Systemarchitekten und Integrationsprojekte. Inzwischen ist sie eine strategische Frage für die gesamte IT-Organisation. Moderne Unternehmens-IT besteht aus Dutzenden von Systemen: UEM-Lösungen verwalten Endpoints, ITSM-Plattformen steuern den Support, CMDB-Systeme dokumentieren die Infrastruktur, ERP-Systeme bilden Geschäftsprozesse ab und daneben laufen Monitoring-, Security- und Analytics-Tools. Jedes dieser Systeme wurde für seinen Zweck gebaut. Keines wurde dafür gebaut, allein zu arbeiten.
Der Grund, warum Interoperabilität strategisch geworden ist: IT-Infrastrukturen wachsen. Neue Tools kommen hinzu, Prozesse werden komplexer, Compliance-Anforderungen steigen. Wer in diesem Umfeld auf manuelle Datenübertragung setzt, skaliert nicht. Er erzeugt Mehrarbeit im Quadrat und baut Datensilos auf, statt sie abzubauen.
Offene, standardisierte Schnittstellen (Application Programming Interface, kurz API) verändern das grundlegend. Sie entkoppeln Systeme voneinander, ohne ihre Funktion einzuschränken. Einzelne Komponenten lassen sich austauschen oder ergänzen, ohne den gesamten Verbund zu gefährden. Und sie schaffen die Grundlage für Automatisierungen, die an keiner Systemgrenze aufhören.
Wo fehlende Interoperabilität konkret Probleme verursacht
Vier Szenarien, die IT-Teams kennen:
- Support ohne Kontext: Ein Ticket geht ein. Das ITSM-Tool zeigt, was der User gemeldet hat – nicht, was auf dem betroffenen Endpoint tatsächlich los ist. Diese Informationen existieren im DEX-System, aber die Verbindung fehlt. Der Support-Mitarbeiter wechselt das Tool, sucht den Endpoint, gleicht Informationen manuell ab. Minuten, die sich täglich summieren: ein typisches Symptom fehlender ITSM-Integration.
- CMDB-Daten, die veralten: Eine CMDB ist nur so gut wie ihre Daten. Werden Gerätestatus, Softwarestand oder Konfigurationsänderungen nicht automatisch aus dem UEM-System synchronisiert, entsteht eine wachsende Lücke zwischen dokumentiertem und tatsächlichem Zustand. Entscheidungen auf Basis veralteter CMDB-Einträge und nicht-kommunizierender Datensilos sind teuer.
- Compliance-Reporting per Hand: Monatliche Berichte über Update-Status, Lizenzkonformität oder Konfigurationszustand erfordern manuelle Exporte aus mehreren Systemen, Aufbereitung in einer Tabelle, anschließende Verteilung. Der Bericht spiegelt den Stand zum Zeitpunkt des Exports wider, nicht den aktuellen. Abweichungen fallen zu spät auf.
- Onboarding und Offboarding ohne Automatisierung: Bei Mitarbeiterwechseln müssen Gerätestatus, Zugriffsberechtigungen und Lizenzzuweisungen manuell in UEM, ITSM und ERP gepflegt werden. Prozessschritte werden übersehen. Was auditierbar sein sollte, bleibt lückenhaft dokumentiert; ein direktes Resultat fehlender IT Systemintegration.
In allen vier Fällen ist das Problem nicht das einzelne System, sondern die fehlende Verbindung zwischen ihnen.
Vom Datensilo zur Interoperabilität

Warum baramundi Teil der Lösung ist
Die baramundi Management Suite bietet mit bConnect eine Schnittstelle für UEM-Daten. baramundi Proactive Connect erschließt dieselbe Logik für baramundi Proactive Hub – die Cloud-Plattform für Digital Employee Experience und proaktives Endpoint-Management. Das ermöglicht eine nahtlose IT-Systemintegration in bestehende ITSM- und CMDB-Landschaften.
Konkret: Telemetriedaten, DEX-Metriken und Endpoint-Status aus baramundi Proactive Hub stehen per API bereit – für eigene Skripte, Drittanwendungen und spezialisierte Integrationen. Die Schnittstelle basiert auf GraphQL, was bedeutet: Abfragen bestimmen exakt, welche Daten zurückgegeben werden. Keine unnötigen Datenmengen, keine inkonsistenten Rückgabeformate
Browser-Extension baramundi Proactive Connect Wave
Ein konkretes Beispiel ist baramundi Proactive Connect Wave: Die Browser-Extension bettet Live-Endpoint-Daten direkt in webbasierte ITSM-, CMDB- oder Asset-Management-Tools ein. Sobald ein Ticket geöffnet oder ein Endpoint aufgerufen wird, erscheinen App-Crashes, Netzwerkverbindungsqualität, Disk-Health und User-Satisfaction-Scores direkt in der Sidebar; ohne Systemwechsel oder manuelles Nachschlagen.
Gemeinsam mit bConnect steht damit ein vollständiges API-Fundament für die baramundi-Infrastruktur zur Verfügung: zwei Schnittstellen, die sich ergänzen und unterschiedliche Datenbereiche für externe Systeme zugänglich machen.
Endpoint-Daten endlich im Fluss?
Wenn Systeme nicht miteinander sprechen, bleibt Interoperabilität Theorie und IT-Teams arbeiten weiter mit manuellen Umwegen. Wie sich Endpoint-Daten, Telemetrie und DEX-Metriken systemübergreifend nutzbar machen lassen, zeigt unser Whitepaper „Endpoint-Daten ohne Datensilos“. Erfahren Sie, wie Sie APIs gezielt für ITSM-Integration, Reporting und automatisierte Workflows einsetzen – und warum GraphQL dabei neue Möglichkeiten eröffnet.
Fazit: Ohne Interoperabilität keine zukunftsfähige IT-Infrastruktur
Interoperabilität ist keine technische Detailfrage. Sie entscheidet darüber, ob eine IT-Infrastruktur mit den Anforderungen einer Organisation wachsen kann – oder ob sie zur Bremse wird.
Systeme, die miteinander sprechen, ermöglichen Automatisierungen, die einzelne Tools nie leisten könnten. Sie reduzieren manuelle Arbeit, verbessern Datenqualität und schaffen die Grundlage für fundierte Entscheidungen. Und sie machen IT-Teams handlungsfähiger: weniger Zeit mit Datentransport, mehr Zeit mit dem, wofür IT-Expertise tatsächlich gebraucht wird. Wer heute in offene Schnittstellen und funktionierende IT-Systemintegration investiert, verhindert morgen teure Datensilos.
Weitere Informationen, Dokumentation und Beispiele: github.com/baramundisoftware/Proactive-Connect


