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SCCM Migration: Wann sich der Wechsel wirklich lohnt

05. August 2026, Avatar of William FendtWilliam Fendt

Microsoft SCCM (jetzt MECM) ist seit langem das Rückgrat des Endpoint Managements. Da sich die Umgebungen jedoch zunehmend in Richtung Remote-Arbeit, vielfältiger Geräte und schlankerer IT-Teams entwickeln, hinterfragen viele, ob SCCM noch genügend Nutzen bietet. Dieser Artikel zeigt, wann SCCM noch sinnvoll ist, wo es an Grenzen stößt und was vor einem Ersatz oder einer Migration zu beachten ist.

SCCM Migration – Kurz & knapp

  • SCCM/MECM wurde für bürobasierte Umgebungen konzipiert. Heutzutage lässt sich der operative Aufwand für die Wartung von SCCM-Umgebungen immer schwerer rechtfertigen.
  • Das Problem daran: Routinemäßige Aufgaben erfordern Fachwissen, und der Ausfall der dafür zuständigen Person führt zu Betriebsstörungen. Der Infrastruktur-Overhead beansprucht Zeit, die besser für strategische Aufgaben genutzt werden könnte.
  • Modernes Unified Endpoint Management konzentriert sich auf workflowgesteuerte Aufgaben, eine intuitive Oberfläche und benutzerfreundliche Automatisierung.
  • Auch wenn die Ablösung von SCCM initial mit Aufwand verbunden ist, bietet sie die Chance, das Endpoint Management zu vereinfachen und zu verbessern, ohne dabei auf Kernfunktionen verzichten zu müssen.

Warum SCCM modernen IT-Teams Probleme bereitet

Das Hauptproblem bei SCCM ist nicht die Funktionalität, sondern der Aufwand, der für die Ausführung von Routineaufgaben erforderlich ist. Selbst gängige Vorgänge, wie ein Betriebssystem bereitzustellen, Software zu verteilen oder Fehler zu beheben, können mehrere Konfigurationsebenen, komplexe Abhängigkeiten und schwer zu interpretierende Protokolle umfassen. Infolgedessen werden selbst einfache Aufgaben oft zeitaufwendig und fehleranfällig.

Diese Komplexität führt zu einer starken Abhängigkeit von individuellem Fachwissen. In vielen Umgebungen liegt das kritische Wissen bei einem einzigen SCCM-Spezialisten, während die Dokumentation selten die tatsächlichen Konfigurationen widerspiegelt. Die Einarbeitung neuer Mitarbeiter oder der Austausch von Schlüsselpersonal ist daher mit einer steilen Lernkurve verbunden und kann den täglichen Betrieb erheblich stören.

Gleichzeitig verursacht SCCM einen erheblichen Infrastrukturaufwand. Verteilungspunkte, Verwaltungspunkte und Standortserver erfordern kontinuierliche Wartung, Patching und Überwachung. Die Verwaltung dieser Infrastruktur bindet wertvolle IT-Ressourcen, die besser in strategische Initiativen investiert werden könnten.

Was bedeutet eine einfachere Endpoint-Verwaltung eigentlich?

Eine gut konzipierte Lösung für Unified Endpoint Management (UEM) sollte es einem durchschnittlichen Administrator ermöglichen, ein Betriebssystem-Image bereitzustellen, Software zu verteilen und die Patch-Compliance zu überprüfen, ohne auf umfangreiche Dokumentation oder spezialisierte Kollegen angewiesen zu sein.

In der Praxis bedeutet dies:

  • Durchführung gängiger Aufgaben ohne Navigation durch komplexe Konfigurationsebenen
  • Verwaltung von Endgeräten über eine einheitliche, intuitive Benutzeroberfläche
  • Automatisierung von Routineprozessen anstelle ihrer manuellen Koordination

Das Ziel sind also weniger Reibungsverluste im Betrieb, ohne dabei auf Funktionen verzichten zu müssen.

Wie modernes Unified Endpoint Management SCCM ersetzt

Moderne UEM-Lösungen wie die baramundi Management Suite basieren auf zentralisierten, automatisierten Workflows statt auf komplexen manuellen Konfigurationen. Administratoren legen fest, was, wo und wann – das System übernimmt die Ausführung.

Wiederverwendbare, versionskontrollierte Aufgaben gewährleisten konsistente und wiederholbare Prozesse und minimieren den Bedarf an benutzerdefinierten Skripten. Die Automatisierung reduziert den manuellen Aufwand und minimiert das Risiko von Konfigurationsfehlern.

Bei der Bereitstellung von Betriebssystemen und der Softwareverteilung ermöglicht die auf Jobs basierende Ausführung standardisierte Rollouts mit hoher Zuverlässigkeit. Funktionen wie unbeaufsichtigte Installationen und Statusberichte in Echtzeit verbessern die Transparenz und die operative Kontrolle.

Vorkonfigurierte und validierte Updates für Anwendungen von Drittanbietern optimieren den Betrieb zusätzlich, indem sie den Zeitaufwand für die Paketierung, das Testen und die Vorbereitung der Bereitstellung reduzieren.

„Ist unsere Umgebung für einen sauberen SCCM-Austausch zu komplex?“

Will Fendt (Product Manager): „Ich würde sagen, keine Umgebung ist zu komplex für eine Ablösung. Komplexität entsteht in der Regel durch angesammelte Anpassungen, undokumentierte Workarounds und Prozesse, die sich im Laufe der Zeit einfach so entwickelt haben. Die Migration ist eine Chance, diese Strukturen zu vereinfachen und Arbeitsabläufe zu standardisieren, was den betrieblichen Aufwand reduziert. Durch die Ablösung von SCCM erhält man am Ende ein Endpoint Management, das wirklich einfacher, wesentlich transparenter und weniger von dem Fachwissen einer einzelnen Person abhängig ist.“

Integriertes Schwachstellenmanagement über SCCM hinaus

Moderne UEM-Plattformen gehen über das Endpoint Management hinaus und unterstützen wichtige Phasen im Vulnerability Management.

Automatisierte Schwachstellenscans identifizieren Sicherheitslücken auf allen Endgeräten, während eine risikobasierte Priorisierung IT-Teams dabei hilft, sich auf kritische Probleme zu konzentrieren. Kontinuierliche Nachverfolgung gewährleistet vollständige Transparenz hinsichtlich des Behebungsfortschritts und des CVE-Status.

Zusammen definieren also Automatisierung, Benutzerfreundlichkeit und integrierte Sicherheitsfunktionen die Kernanforderungen einer modernen UEM-Lösung. Erkenntnisse zu Schwachstellen können direkt mit Remediation-Workflows verknüpft werden, wodurch IT-Teams sicherstellen können, dass identifizierte Risiken durch zukünftige Patch- und Softwarebereitstellungen behoben werden.

Strukturierte Migration von SCCM zu einer modernen UEM-Lösung

Die Migration beginnt in der Regel mit einer umfassenden Bestandsaufnahme bestehender Deployments. Anschließend werden aktuelle Workflows in die neue Umgebung übertragen. Schließlich gilt es sicherzustellen, dass die Softwarebereitstellung, die Workflow-Integration und die Funktionsvalidierung vor der endgültigen Umstellung abgeschlossen sind.

Ist die Einführung des neuen Tools durchgeführt, reduzieren ihre Funktionen zur automatisierten Endpoint-Verwaltung und Remediation den manuellen Arbeitsaufwand, der bisher den täglichen Betrieb mit SCCM geprägt hat.

Co-Management mit Intune: Wann ein schrittweiser Ansatz am besten geeignet ist

Eine vollständige Migration ist nicht immer der richtige Schritt oder sofort durchführbar. In vielen Umgebungen ist Co-Management die sinnvollere Option, d. h. die weitere Nutzung der bestehenden Infrastruktur und deren schrittweise Modernisierung.

Das Whitepaper „Co-Management: Microsoft Intune & baramundi“ beleuchtet die Szenarien, in denen ein hybrider Ansatz erforderlich ist, und erläutert genau, wie die Integration funktioniert.

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Wie lange dauert eine SCCM-Ablösung?

Viele Unternehmen können zentrale Anwendungsfälle wie die OS-Installation Standardsoftwareverteilung innerhalb weniger Wochen migrieren.

Komplexere Umgebungen, einschließlich spezieller Patch-Management-Richtlinien oder benutzerdefinierter Anwendungspakete, erfordern möglicherweise zusätzliche Zeit. In den meisten Fällen kann die vollständige Migration innerhalb von etwa 90 Tagen abgeschlossen werden.

Was ändert sich nach der Ablösung von SCCM?

Nach dem Abschied von SCCM werden die Vorteile eines modernen Endpoint Managements besonders deutlich:

  • Automatisch aktualisierte Inventarlisten verbessern die Datengenauigkeit.
  • OS-Updates und Patch Rollouts erfolgen in wenigen Stunden, statt wie zuvor in Tagen oder Wochen.
  • Automatisierung reduziert den Verwaltungsaufwand und setzt Ressourcen für strategische Aufgaben frei.

Fazit: Der Austausch von SCCM schafft die Grundlage für eine zukunftsfähige IT

Der Ersatz von SCCM durch eine moderne UEM-Lösung – wie beispielsweise die baramundi Management Suite – bietet Unternehmen eine skalierbare Plattform, die speziell auf die heutigen IT- und Sicherheitsanforderungen zugeschnitten ist.

Neben einem effizienten Endpoint Management unterstützt sie ein fortschrittliches Schwachstellen- und Risikomanagement und ermöglicht gleichzeitig ein höheres Maß an Automatisierung sowie langfristige betriebliche Effizienz

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