Cloud Computing

Endpoint Management

Cloud Computing – der Bus wartet nicht

22. Oktober 2020, Avatar of Robert KlingerRobert Klinger

Es ist Mittwoch, 8:35 Uhr, es ist leicht bewölkt und ich stehe an der Bushaltestelle der Linie 839. Ziel der Reise: Augsburg – Unternehmensstandort der baramundi software AG. Ich stehe nicht alleine hier, aber ich bin zuversichtlich, noch einen guten Fensterplatz im Bus zu bekommen. Das ist meine erste Reise mit dem Bus nach Augsburg und obwohl ich das Ziel gut kenne, freue ich mich und bin neugierig auf diese Tour.

Und was hat das nun mit Cloud Computing (CC) zu tun? Diese Metapher soll helfen, folgendes aktuelles Bild der IT-Landschaft aufzuzeigen: 

Mittwoch! Nicht Montag! Aber auch nicht Sonntag!

Cloud Computing ist weltweit in der aktuellen IT-Landschaft nicht mehr wegzudenken. Bereits vor einigen Jahren kam dieser „Trend“ aus den USA und hat mittlerweile auch Deutschland erreicht. 76% der Unternehmen in Deutschland (>20 Mitarbeiter) setzen mittlerweile auf Cloud Computing, somit ist es in einem Großteil der Unternehmen Bestandteil der Unternehmens-IT. 

„Deswegen ist heute auch Mittwoch (mittendrin in der Cloud-Computing-Phase) und nicht Montag (Beginn der CC-Phase), aber eben auch noch nicht Sonntag (Beginn einer neuen einschneidenden Phase in der IT).“

Es ist leicht bewölkt, aber es regnet nicht.

In der heutigen Zeit bietet die Cloud einen überzeugenden Mehrwert. Von der hohen Skalierbarkeit, starken Leistung und grenzenlosen Mobilität kann jedes Unternehmen profitieren. Die Cloud ist für jedes Unternehmen Bestandteil der Zukunft. Für viele ist es nach „IT-Sicherheit“ die Zukunft . 

Insofern eröffnet Cloud Computing für viele Unternehmen neue Möglichkeiten: Unter anderem die engere und bessere Zusammenarbeit zwischen Fachbereich und IT-Abteilung oder einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung für alle Unternehmen. Aber so wie CC Chancen bietet, so gibt es auch Risiken bzw. Sorgen seitens der Unternehmen, wie z. B. die Sicherheit von Cloud-Lösungen, Integration in die bestehende IT-Landschaft und Interoperabilität zu anderen Cloud-Lösungen.

Es ist Zeit einzusteigen; der Bus wartet nicht.

So ist festzuhalten, dass für Unternehmen heutzutage kein Weg an der Cloud vorbeiführt. Und es ist an der Zeit, die Vorteile als Cloud-Lösungsanbieter oder als Cloud-Kunde zu nutzen. 

Die Vorteile der Nutzung von Cloud-Diensten für Unternehmen liegen unter anderem bei der Einsparung von größeren Investitionen für Dienste, die in der Cloud einfach bei externen Dienstleistern angemietet werden können. Dies spart Kosten bezüglich des IT-Fachpersonals sowie auch der eingesetzten Hardware. In der Regel werden die Kosten für den Cloud-Dienst monatlich abgerechnet und somit für die Unternehmen gut kalkulierbar. Darüber hinaus können Cloud-Lösungen in aller Regel einfach und schnell ausprobiert werden, denn zumeist ist nur ein Login zur Anwendung und wenig Konfiguration notwendig. Das senkt die Einstiegshürde, eine neue Lösung im Unternehmen einzuführen deutlich.

Und natürlich profitieren auch die Lösungsanbieter von Cloud-Anwendungen von vielen Vorteilen. Cloud-Lösungen können so konzipiert werden, dass sie eine sehr große Anzahl an Informationen verarbeiten können und somit von sehr kleinen bis zu sehr großen Umgebungen skalieren. Sehr sichere Hosting-Standorte von Cloud-Rechenzentren sind mittlerweile Standard, so dass auch das Thema Ausfallsicherheit adressiert ist. Unterschiedliche Unternehmensstandorte sind auf der ganzen Welt verteilt – das bedeutet oft auch unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen und Anforderungen an den Datenschutz.

Cloud-Lösungsanbieter können durch eine intelligente Auswahl an Cloud-Rechenzentren diesen Anforderungen gerecht werden und so den Zugriff auf Daten spezifisch definieren. Zu guter Letzt steigt die Akzeptanz in den Unternehmen für Cloud-Computing zunehmend, so dass auch UEM-Lösungen oder Teile dieser Lösungen in die Cloud „wandern“. Standardisierte Schnittstellen stellen sicher, dass sowohl die lokale Infrastruktur der Unternehmen, als auch andere Cloud-Lösungen angebunden werden können und alte und neue Arbeitsprozesse gut ineinandergreifen.

Die Route festlegen.

Natürlich ist Cloud Computing auch für uns eine sehr wichtige Entwicklung. Als UEM-Lösungsanbieter haben wir die vergangenen 20 Jahre mit der baramundi Management Suite (bMS) insbesondere die On-Premises Infrastruktur genutzt. Doch die o. g. Entwicklung hat uns dazu veranlasst, neue Wege zu gehen und Strategien für die verschiedenen Märkte, Technologien und Zielgruppen zu definieren.

Im Vergleich der Märkte Industrie 4.0 und Cloud Computing zum Beispiel ergeben sich interessante Parallelen bzw. Abhängigkeiten zueinander. So wie Cloud Computing gerade dabei ist, die IT grundlegend und nachhaltig zu verändern, so hat die vierte industrielle Revolution „Industrie 4.0“ das gleiche Potenzial, die Produktion zu verändern.

Das Potenzial von Industrie 4.0 liegt aber nicht nur in der Technologie selbst, sondern vor allem in neuen Geschäftsmodellen. Industrie 4.0 ermöglicht es, durch Technologie (IT) die internen Produktions-Ressourcen flexibler und damit effizienter einzusetzen. Darüber hinaus ermöglicht diese Technologie aber auch ganz neue Geschäftsmodelle, durch die Herstellung von intelligenten Produkten, die zum Beispiel „as a Service“ bereitgestellt werden können.

Die Revolution in der IT erfolgt daher nicht unmittelbar durch die Technologie selbst, sondern durch die neuen Geschäftsmodelle, die es hervorbringt. 
 

Das heißt, erst durch neue Geschäftsmodelle und nicht (nur) durch die Technologie selbst können Cloud-Computing und Industrie 4.0 ihr wahres Potenzial entfalten.

Aber auch der Blick auf Managed Services lohnt sich. Der Druck auf IT-Fachabteilungen wächst und ist gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen besonders hoch. Im Vergleich zu großen Konzernen verfügen sie nicht über die nötigen IT-Ressourcen und müssen kreative Wege suchen, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Neue Technologien wie die Cloud, ein neues Verständnis von Dienstleistung sowie mangelnde Transparenz sind Gründe, weshalb das klassische Outsourcing kaum noch den Anforderungen entspricht. Eine Lösung sind Managed Services über die Cloud. Externe Dienstleister übernehmen auch hier Teile der IT.

Managed Services via Cloud schaffen für mittelständische Unternehmen einiges an Mehrwert hinsichtlich der Entlastung der eigenen IT-Abteilung und damit ein verbessertes Ressourcen-Kontingent für die wirklich wichtigen IT-Aufgaben. Zudem können Managed Services die hausinternen IT-Kosten um 30 bis 40 Prozent reduzieren. Gleichzeitig verbessern sie die Effizienz um mehr als 50 Prozent. Prognosen ergeben, dass sich der Managed Services-Markt von über 100 Milliarden in 2014 auf über 200 Milliarden im Jahr 2020 entwickeln wird.

Managed Services in Verbindung mit der Cloud bieten Unternehmen neue Möglichkeiten, ihre IT effizient zu betreiben und die Aufgaben besser zu strukturieren. Ferner lassen sich Managed Services über die Cloud beliebig skalieren. Sie helfen Unternehmen nicht nur existierende Probleme zu lösen, sondern in den meisten Fällen auch, neue Technologien zu optimieren, ohne dass man sich diese kaufen und ins eigene Rechenzentrum installieren muss. Damit entfallen nicht nur direkte Hard- und Software-Kosten, es entsteht auch eine höhere Kompetenz. Entsprechend spezialisierte Dienstleister verfügen über eine enorm hohe Erfahrung und können in Kombination mit Managed Services und der Cloud Bereiche der IT nicht nur technologisch optimieren, sondern auch wirtschaftlich betreiben.
 

Der Bus wird voller.

Die Zahl der Unternehmen, die Cloud Computing nutzen, wird stetig größer. Ebenso wächst natürlich auch die Zahl der Cloud-Lösungsanbieter. Auch im Bereich des Unified Endpoint Managements (UEM) ist eine Veränderung zu spüren. Die wachsende Zahl an mobilen Endgeräten sowie neue Geräte aus dem Feld der Industrie 4.0 und IoT stellen neue Herausforderungen an die bestehenden UEM-Lösungen.

Zum einen wird es immer wichtiger, die Gesamtzahl dieser Endgeräte im Unternehmen einfach und effizient zu managen. Zum anderen müssen IT-Verantwortliche Themen wie IT-Sicherheit, Integration in bereits bestehende oder neue IT-Infrastrukturen und flexible Lizensierungsoptionen im Fokus zu haben.
 

Der Weg ist das Ziel.

Unser neues Cloud-Modul baramundi Argus Cockpit (bAC) adressiert viele dieser Punkte. Als hybride Lösung vereint es moderne Technologien in der Cloud mit etablierten On-Premises Funktionalitäten. Die Herausforderung ist, sowohl den Systemstatus einzelner baramundi Management Systeme anzuzeigen, als auch mehrere bMS übersichtlich darzustellen. 

Bei der Umsetzung wurde besonders auf eine sichere Verarbeitung der Daten geachtet, so dass die Kommunikation zwischen lokaler und Cloud-Infrastruktur performant und abgesichert ist. Die relevanten IT-Daten können bequem über ein Web-Interface eingesehen werden. Ob am Arbeitsplatz, im Home-Office mit dem PC oder unterwegs mit dem Smartphone stehen die aufbereiteten Daten immer und überall zur Verfügung.

Durch die Kombination von lokal installierter bMS und dem Argus Cockpit in der Cloud können relevante IT-Unternehmensdaten von verschiedenen Benutzerrollen betrachtet werden. Welche Daten für ein Unternehmen wirklich wichtig und relevant sind, kann jeder IT-Admin selbst individuell festlegen.

So profitieren vom Argus Cockpit sowohl kleinere Unternehmen mit einer bMS im Einsatz, aber auch größere Unternehmen, die bspw. an verschiedenen Standorten baramundi Management Server im Einsatz haben, als auch Managed Service Provider, die mit dem bAC die Systeme bei ihren Kunden immer und überall im Blick haben.

Das Ziel zu kennen, definiert nicht zwangsläufig den richtigen Weg dorthin. Es gibt schnelle, kurze und wirtschaftliche Routen in der Straßennavigation. Und das gilt im übertragenen Sinne m. E. auch für hybride oder Cloud-only UEM-Lösungen. Wir konzipieren für unsere Kunden und Partner daher Lösungen, die die unterschiedlichen Märkte bedienen, auf die verschiedenen Zielgruppen abgestimmt sind und die Vorteile von Cloud- und On-Premises-Technologien optimal verknüpfen. 

„So sitzen wir jetzt alle im Bus. Das Reiseziel steht fest. Wir haben alle einen Fensterplatz bekommen und es sind keine Verzögerungen angekündigt. Es wird eine interessante Fahrt mit einigen wichtigen Zwischenzielen. Ich freue mich darauf. Steigen Sie ein!“
 

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